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Freiraumpolitik und Planungskommunikation

In der Freiraumpolitik werden landschafts- und freiraumrelevante Entscheidungsfelder als Teil der umfassenderen Umweltpolitik behandelt. Damit steht dieses Fachgebiet in einem engen Zusammenhang zur Stadtplanung und Raumentwicklung. Im Vordergrund der Betrachtung stehen die politischen Entscheidungsstrukturen und -prozesse.

Freiraumpolitische Entscheidungen werden nicht in abstrakten oder undefinierten Gremien getroffen. Sie werden von ExpertInnen und Verwaltungen vorbereitet, unter gesellschaftlichen Gruppen und in der Bürgerschaft diskutiert und schließlich in einem politisch legitimierten Gremium (Kommunen, Kreise, Regionalparlamente etc.) verabschiedet. Immer häufiger wird der Dialog mit denen, die von freiraumpolitischen Entscheidungen positiv oder negativ betroffen sind, gesucht und die Öffentlichkeit wird über anstehende Entscheidungen informiert.

Verständigungswille und Dialogbereitschaft werden dabei immer wichtigere Planungstugenden. Über Entwürfe und Maßnahmenvorschläge muss geredet werden, damit die Empfehlungen von ExpertInnen zunächst überhaupt verstanden und dann ernsthaft erörtert werden können. Zukunftsvisionen werden dabei nicht nur in Skizzen, Entwürfen, Modellen oder Plänen, sondern auch klassisch in Wort und Text beschrieben und als Ergebnis eines methodischen Vorgehens vorgestellt. Kenntnisse zu den einschlägigen Strategien des Argumentierens und Verhandelns werden deshalb ebenfalls von Planerinnen und Planern erwartet. Der zielgruppengerechte Einsatz von unterschiedlichen Darstellungs- und Planungsmedien sowie die kommunikative und organisatorische Bewältigung unterschiedlichster Diskussionssituationen sind Ausbildungsziele des Fachgebietes.

Unterschiedliche Formen der Öffentlichkeitsarbeit, Konzepte für Bürgerbeteiligungs- und Mitwirkungsverfahren sowie Methoden der Konfliktschlichtung (Mediation) werden im Fachgebiet praktisch erprobt, hinsichtlich ihrer Funktionsweisen analysiert und in Bezug auf ihre gesellschaftlichen Wirkungen hinterfragt. Kommunikationsbarrieren verschiedener Akteure untereinander (Planerinnen und Planer inbegriffen) sollen dabei genauso erkannt werden, wie Kommunikationschancen für die eigene Arbeit systematisch gesucht und genutzt werden sollen.

Eine Bank ist nicht einfach nur ein Möbelstück im Park. Freiraumpolitische Debatten lassen sich am Beispiel Parkbank treffend führen... Eine Liebeserklärung an die öffentliche Bank