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Begleitforschungsvorhaben zum Entwicklungs- und Erprobungsprojekt "Interaktiver Landschaftsplan Königslutter"

Leitung:Prof. Dr.-Ing. Bettina Oppermann
Bearbeitung:Dipl.-Ing. Simone Schipper
Laufzeit:06/2002 - 06/2006
Förderung durch:Bundesamt für Naturschutz
Link:http://www.koenigslutter.de/landschaftsplan.php _blank
Bild Begleitforschungsvorhaben zum Entwicklungs- und Erprobungsprojekt "Interaktiver Landschaftsplan Königslutter"

Kurzbeschreibung

Für wen? Warum? Und wie? Mehr Transparenz, besser verfügbare und ansprechend aufbereitete Informationen sowie zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten durch das Internet? Oder zu viel Aufwand, Ausschluss von Bürgern, die dieses Medium nicht nutzen (können), und eine unerwünschte Technisierung von Kommunikation? Zwischen Euphorie und Skepsis bewegen sich Meinungen zum Thema Internet – auch in der Planung. Gerade deswegen ist es wichtig, einerseits Innovationen zu wagen, andererseits auch deren praktischen Nutzen zu prüfen.

Im Projekt „Interaktiver Landschaftsplan“ wurden die Einsatzmöglichkeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien in einem realen Planungsprozess in Königslutter am Elm erprobt. Im Mittelpunkt stand eine interaktive Internet-Plattform. Die wissenschaftliche Begleitforschung erkundete systematisch die Erfolg versprechenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen im Modellvorhaben. Sie befasste sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen:

• Was ist bei den Inhalten, der Gestaltung und für die Handhabung der Internet-Plattform im Planungsprozess zu beachten?
• Welche Möglichkeiten bietet die Internet-Plattform für Information, Kommunikation und Partizipation?
• Wer nutzt den interaktiven Landschaftsplan? Welche Erwartungen haben die unterschiedlichen Adressaten und Akteure?
• Welchen Einfluss hat das Informations- und Kommunikationssystem auf die Qualität des Planungsprozesses und die Umsetzung?

Planen mit neuen Medien beschränkt sich keineswegs auf die technische Ebene, sondern berührt ebenso gesellschaftliche Fragen wie Beteiligungskultur, Mediennutzung oder Entscheidungsprozesse. Um die Zusammenhänge betrachten und beurteilen zu können, bewährte sich ein interdisziplinäres Team aus Planern, Informatikern und Sozialwissenschaftlern.

Informieren
Informationen zum Projekt, über Themen des Landschaftsplans sowie zur Planung wurden je nach Planungsstand bereitgehalten und ergänzt. Ein Terminkalender und ein Info-Brief informierten über Veranstaltungen und Neues. Ein an die Internetseite angebundener Mapserver auf GIS-Basis ermöglichte es, Karten des Landschaftsplans in frei wählbarem Maßstab und Ausschnitt zu betrachten. Verschiedene Visualisierungsangebote unterstützten die Informationsvermittlung.

Beteiligen
In der Bürgerbeteiligung wurden moderierte Diskussionsforen und Online-Formulare angeboten, mit deren Hilfe die Bürger der Stadtverwaltung und den Planern ihre Anregungen und Anmerkungen mitteilen konnten. Über den Mapserver und das angeschlossene Beteiligungsmodul konnten eigene Kenntnisse oder Vorschläge auf den interaktiven Karten vermerkt und auf diese Weise in die Planung eingebracht werden.

Lernen
Multimediale Lernbausteine erläuterten die ökologischen Zusammenhänge und führten besonders Kinder und Jugendliche an Naturschutzthemen heran: Hecken entdecken, Wasserpfad durch Königslutter am Elm, Bäche und Flüsse – Lebensadern unserer Landschaft sowie eine Lerneinheit zum Thema Fledermäuse „Flattern im Dunkeln“.

Bericht der Abschlusstagung | pdf |

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